Nach vielen Monaten in der Hoelle, hat Luke unbeschreibliches Glueck gehabt!

Liebe Frau Hehne,
auch ich freue mich immer sehr, von Ihnen zu hören und ich muß oft daran denken, was der Luke in seinem früheren Leben wohl alles erleben musste. Wie kam es eigentlich dazu, dass er angekettet war und dass Sie sich dann seiner angenommen haben? Wer hat ihn denn dort angekettet?
Aber ich kann Ihnen auch im Namen meines Freundes von ganzem Herzen versichern, dass wir es nie bereut haben, ihn aufgenommen zu haben. Er ist ein solcher Sonnenschein, zwar macht er auch Dummheiten (letzte Woche hat er alle unsere Päckchen vom Adventskalender “aufgemacht” und die Fetzen im Wohnzimmer verteilt…) aber wir können ihm nie wirklich lange böse sein.
Leider war der Luke ja noch krank, offenbar hatte ihn Griechenland eine Zecke gebissen und er hat eine Erhlichiose und leider auch eine Babesiose davon getragen. Aber wir haben es mit Antibiotika und leider auch mit Spritzen behandeln lassen und Luke war ein sehr tapferer Patient. Er hatte auch nie Symptome, dass heisst er war immer quirlig und lebendig, wir haben es nur bei einem Bluttest festgestellt. Zum Glück, denn jetzt konnte es noch gut behandelt werden. Und mittlerweile ist auch alles ausgeheilt! Wir sind froh, es noch rechtzeitig gemerkt zu haben.
Wie Sie auf den Bildern sehen können, hat der Luke auch zum ersten mal Schnee gesehen. Wir waren mit ihm in unserem ersten gemeinsamen Urlaub mit dem Wohnmobil in den Dolomiten und da konnte der Luke auf den Almwiesen rumtoben, mit und ohne Schnee. Es war herrlich zu sehen, wie er auf den Wiesen herumgesprungen ist und sich wohl gefühlt hat. An einem Tag hat er sich er vor lauter Übermut auf den Rücken gelegt und ist ganz genüsslich eine von der Sonne warme Almwiese runtergerutscht!!! Auf dem Rücken!!! Danach hat er Grashüpfer gejagt und abens hat er unglaublich viel geträumt!
Noch immer ist er unglaublich verschmust, ich weiß nicht, ob ich schon jemals einen Hund gesehen habe, der so viel gestreichelt werden will und so gern kuschelt. Regelmäßig abends und morgens fordert er seine Kuscheleinheiten ein, die wir ihm gerne geben!
Und seine Neugier ist nach wie vor riesengroß. Alles was er nicht kennt, muß er erkunden, von Angst keine Spur, er will einfach alles wissen und ist erstmal allem gegenüber freundlich gestimmt. Wie er sich ein so sonniges und liebes Gemüt bewahren konnte nach allem was er erlebt hat, ist wie ein Wunder.
Er ist wirklich ein toller Hund und ich verstehe, dass Sie viel an Ihn denken müssen. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen ab und an neue Fotos schicken, damit Sie mitbekommen, wie er sich entwickelt.
Sie können diese mail auch gerne an Frau Mohnes weiterleiten.
Viele Grüße und auch eine schöne Weihnachtszeit